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REISEFÜHRER ROM Das Buch: Rom: Sabine Becht und Hagen Hemmie, Michael Müller Verlag, 3. Auflage, Erlangen 2006, 224 Seiten mit 104 Farbfotos, 19 Übersichtskarten und Pläne, 10 Touren und 6 Ausflüge, Preis: 12,90 EURO, ISBN 3-89953-235-X Die Bestellung: Interesse am Buch? HIER können Sie es direkt und einfach online bestellen. Seit Jahrhunderten zieht die Ewige Stadt Rom Reisende aus aller Welt in ihren Bann. Heute besuchen rund 5 Millionen Touristen jährlich die italienische Hauptstadt, deren Reiz nicht nur die zahlreichen Überbleibsel ihrer langen Geschichte ausmachen. Neben den überall sichtbaren Sehenswürdigkeiten aus der Antike, der Renaissance oder dem Barock strahlt Rom den sehr persönlichen Charme einer lebensfrohen Stadt aus, die jedem Besucher nach einem ersten Happen Appetit auf mehr macht. Immer wieder wird er zurückkommen, um neue Facetten zu entdecken - auch abseits der bekannten Sightseeing-Highlights. Inhalt Ein Abstecher stellt das multikulturelle Rom rund um die Piazza Vittorio Emanuele II vor, wo sich viele Einwanderer angesiedelt haben, ein anderer führt ins dörfliche Rom, nach Trastevere, zum Künstlerviertel und Touristenmagnet für Besucher wie Bewohner. Ausflüge zur Villa Borghese, dem bekanntesten Stadtpark Roms mit seinen Museen und Galerien, zu den Katakomben entlang der Via Appia Antica, ins antike Ostia und auf die Castelli Romani runden diesen praktischen Führer ab. Auf den Wegen werden die wichtigsten Sehenswürdigkeiten umfassend vorgestellt, Höhepunkte wie Kolosseum, Pantheon, Standards wie Fontana di Trevi und Spanische Treppe oder ein ausführlicher Vatikanbesuch dürfen nicht fehlen. Tipps zu Restaurants mit ihren Spezialitäten sorgen entlang der Spaziergänge für das leibliche Wohl der Rom-Reisenden. Manchmal hat man dabei aber den Eindruck, dass die Autoren ihre eigenen Lieblingsorte nicht verraten wollen. Nur so ist zu erklären, warum das In-Viertel San Lorenzo mit seinen Lokalen nicht auftaucht oder warum z.B. in Trastevere der Hinweis auf eine der beliebtesten römischen Bars, San Calisto, fehlt, in der sich stets junge wie alte Römer trafen und treffen. Bewertung Auch die genaue Vorstellung der Stationen der Buslinien erweist sich für jeden, der einmal hilflos im römischen Verkehrschaos nach dem passenden Bus - meist vergeblich - Ausschau gehalten hat, als guter Service und in dieser Art unter Reiseführern als - leider - selten. Positiv fallen die farbigen, detaillierten Stadtpläne zu jedem einzelnen Spaziergang auf. Wenn man die beschriebenen Sehenswürdigkeiten auf den Karten noch markiert hätte, wären sie perfekt. Doch leider hat dieser Führer auch Schwächen, vor allem inhaltlicher Natur. Einige Beispiele: Der Hinweis auf das hervorragende Tartufo-Eis in der Gelateria Tre Scalini ist in jedem Reiseführer seit zehn Jahren zu finden und wird auch durch zweifache Erwähnung nicht besser. Die Zeit des hier beschriebenen Szeneviertels Testaccio ist schon fast vorbei, einen Grappa gibt es in einem typisch römischen Lokal mit Sicherheit nicht, und ob in Rom keine Hotels unter 50 Euro (S.41) zu finden sind, muss bei einem Blick auf das Hotelverzeichnis angezweifelt werden. Doch dies sind kleinere Mankos, die zu verzeihen sind. Was jedoch wirklich fehlt, sind die außerordentlichen Touren, fernab der klassischen Wege, die gerade auch die meisten Michael-Müller-Reiseführer auszeichnen: Was wäre beispielsweise mit einem Besuch des Großmarktes, einer Guided Tour durch das unterirdische Rom oder einem Spaziergang durch das stark aufgekommene Stadtviertel San Lorenzo, das sich in den letzten drei Jahren mit seinen Kneipen, Restaurants und Geschäften zu einem Szenetreff entwickelt hat? Oder eine Besichtigung des einzigartigen, reinen Jugendstilviertels Quartiere Coppedè an der Piazza Buenos Aires, umgeben von Botschaften? Auch dem Thema Cinecittà - mit Sicherheit noch heute eines der Topthemen Roms - wird kein Platz eingeräumt. Der Führer trägt auf dem Rückband den Untertitel: Das Reisehandbuch zur Ewigen Stadt - kompakt, informativ, unterhaltsam. Den ersten beiden Punkten ist bedingungslos zuzustimmen. Aber unterhaltsam? Wo sind die literarischen Ausflüge, die besonderen Tipps, die vielen kleinen Geschichten, die eine Stadt wie Rom täglich schreibt und die das Leben am Tiber so typisch charakterisieren? Wo sind die Erzählungen, die Portraits, die den sorgfältig recherchierten Daten und Fakten etwas mehr Leben und Leselust einhauchen? Dafür scheinen die 220 Seiten für eine Stadt wie Rom (inkl. Ausflüge) auch nicht ausreichen zu können - vor allem, wenn 77 Seiten dem reinen Info-Teil gewidmet sind. Fazit
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