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DIE GROSSE LIEBE DES ARCHITEKTEN CALATRAVA Der gebürtige Valencianer Santiago Calatrava zählt heute zu den berühmtesten Architekten seiner Zunft. Vor allem seine persönliche Liebe zu 'Orten des Übergangs' zieht sich wie ein roter Faden durch eine über 20jährige Karriere. Eine Hommage. Verspielt und elegant, fragil und graziös, lebendig und energievoll wirken sie, die Werke von Santiago Calatrava. Räume sind lichtdurchflutet und großzügig, strahlen Ruhe und Entspannung aus. Meist aufsehenserregend – in ihrer Verschmelzung von Stahl, Beton und Glas. Trotzdem sind sie keine Fremdkörper, sondern integrieren sich in die vorhandene Infrastruktur. Ohne Zweifel, der spanische Architekt gehört heute zu den prägendsten Zeitgenossen seiner Branche. 1951 in Valencia geboren, studierte Calatrava Architektur und Städtebau. Im Jahre 1975 ging er nach Zürich, promovierte in Ingenieurwissenschaften und eröffnete 1981 sein erstes Büro. Prägend für ihn seine ersten Aufträge: Brücken. Die Faszination für 'Orte des Übergangs' wie Brücken, Flughäfen und Bahnhöfe entwickelte sich zum Motor für seine Arbeit. Typisch das Werk, mit dem ihm Mitte der 80er Jahre der internationale Durchbruch gelang: Der Bau des Züricher Bahnhofs Stadelhofen. Innovative Gebäude wie der Flughafen von Bilbao oder der 'Montjuic Tower' in Barcelona folgten. Für den Bahnhof von Lyon schuf er eine aluminiumverkleidete, vogelähnliche Stahlkonstruktion, für das 'Milwaukee Art Museum' ein Raumschiff als Denkmal. Sein erster Preis beim Wettbewerb um die Neugestaltung des Berliner Reichstags war auch einer seiner bittersten Momente. Denn nicht er, sondern der Brite Norman Foster verwirklichte das Prestigeprojekt, obwohl die Idee einer gläsernen Kuppel aus seiner Feder stammte. "Originalität und innovative Ästhetik" Im Jahre 1999 erhielt der heute 50jährige mit dem Prinz-von-Asturien-Preis eine der bedeutendsten Auszeichnungen Spaniens. Damit würdigte die Jury "die Originalität und innovative Ästhetik" seiner unverwechselbaren Bauwerke, mit denen sich heute rund 50 Städte schmücken. Calatrava blieb bis heute ein rastloser Architekt: Eine filigrane, 187 Meter hohe Wohnhausskulptur 'Turning Torso' für Malmö, der olympische Komplex für die Sommerspiele 2004 in Athen oder der nach ihm benannte Aussichtsturm 'New Calatrava Bridge Tower' in seiner Heimat Valencia sind nur einige seiner neuerem Werke. Auch wenn Calatrava in der Fachwelt etwas argwöhnisch weniger als Architekt denn als Ingenieur angesehen wird, ist der Spanier zumeist erste Wahl, wo immer spektakuläre Motive gewünscht sind. Beispiel Venedig: In einer Stadt, in der Vertreter moderner Strömungen bei den Stadtvätern seit Jahrhunderten auf Granit bissen, überzeugte Calatrava die Verantwortlichen zu einem aufregenden 5-Millionen-Euro-Projekt: Eine Brücke über den Canale Grande, der seit 150 Jahren bislang nur an drei Stellen zu überqueren ist. Sein flacher Bogen aus blitzendem Stahl mit gläsernen Brüstungen werde "wie ein Teppich aus Licht über dem Wasser schweben und sich darin spiegeln", erklärt Calatrava seine Liebe zum Brückenbau: "Für mich kommt das Gefühl, über eine gelungene Brücke zu schreiten, der Emotion gleich, die mich erfüllt, wenn ich aus einer dunklen Gasse plötzlich auf den Markusplatz trete." Informationen zu Calatrava: Literatur & Film:
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