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OASEN DER RUHE Rustikale Landhäuser, mittelalterliche Schlösser, alte Klöster - ein Aufenthalt in einer der rund 50 Pousadas ist eine entspannte Art, dieses Land in Ruhe für sich selbst zu genießen. "Gasthäuser" heißen sie wörtlich übersetzt, die portugiesischen Pousadas. Doch hinter diesem Namen verstecken sich wirkliche "Oasen der Ruhe", wunderschöne Unterkünfte für den entspannten Urlaub. Ihr Vergangenheit reicht bis ins 12. Jahrhundert zurück. Damals wurden die ersten Pousadas in Portugal errichtet. Ursprünglich waren es Pilger, denen das Land heute seine wahrscheinlich schönsten Hotels verdankt. Diesen sollten die Pousadas Übernachtungsplätze bieten, während sie auf ihrem langen und beschwerlichen Weg ins spanische Santiago de Compostela wanderten - nicht weit von der nordportugiesischen Grenze entfernt. In den 40er Jahren entdeckte die damalige faschistische Regierung Portugals die Pousadas für den Tourismus wieder. Sie beschloss, ein Netz an gepflegten, staatlich betriebenen Herbergen aufzubauen, die nicht zu weit voneinander entfernt liegen durften. Nach dem Vorbild der spanischen Paradores sollten in diesen Gästehäusern Reisende stilvoll untergebracht und traditionell bewirtet die Nacht verbringen. Schon bald eröffnete im Jahre 1942 mit der Pousada "Santa Luzia" die erste dieser heute beliebten Hotels in Elvaz in der Alentejo-Region seine Pforten. Seitdem sind zahlreiche weitere Häuser gefolgt. Gehobene Unterkünfte Doch wer über das nötige Kleingeld verfügt, findet in den Pousadas ein wirkliches Erlebnis, eine besondere Begegnung mit der alten Geschichte Portugals wie mit der Natur. Meist stehen sie stimmungsvoll in oft touristisch noch kaum entdeckter Landschaft. Mal ist es die Architektur des Gebäudes, mal die landschaftlich besonders schöne Gegend, die dieser Auseinandersetzung mit Land und Leute ihren besonderen Stempel aufdrückt. Generell unterscheidet man in Portugal zwei Arten von Pousadas: Auf der einen Seite historische Orte, wo der Reisende Unterkünfte in hoch gelegenen Jagdschlössern, Konvents, Forts, mittelalterlichen Burgen, Festungen und Ex-Königsresidenzen findet. Auf der anderen Seite finden sich regionale, eher rustikale Pousadas, die meist landschaftlich malerisch gelegen im Baustil der jeweiligen Region angepasst sind. Portugiesische Reise Besucher wohnen in geschichtlichen Burgen und eleganten Herrenhäusern, thronen über Städten auf mächtigen Bergen, nächtigen in alten Klöstern, frühstücken in früheren Kreuzgängen, trinken Kaffee in Klostergärten oder speisen in alten Sälen unter jahrhundertealten Gewölben. In der maurischen Festung São Filipe, die der spanische König Filipe II 1590 im Süden von Lissabon direkt über der Hafenstadt Sétubal erbauen ließ, sind Reisende in mittelalterlichen Zimmern, in der Pousada São Bento (Vieira do Minho) in einem früheren Jagdschloss, in der Pousada Rainha Santa Isabel (Estremoz) im Alentejo-Gebiet in einer luxuriösen Königsresidenz aus dem 13. Jahrhundert, in der Pousada do Castelo (Balmela) in einem hochgelegenen Kloster und in der Pousada dos Lóios (Évora) in einem maurischen Konvent - übrigens UNESCO-Weltkulturerbe - untergebracht. Auch auf Luxus - ob in Form von Schwimmbädern, Terrassen, Tennisplätzen, Spiel- oder Kaminzimmern - muss in vielen der Pousadas niemand verzichten. Große Nachfrage Tipp: Pousadas verfügen meist über wenige Zimmer. Eine möglichst frühere Reservierung gerade in den Urlaubsmonaten ist daher notwendig. Wer diese Hochsaison umgehen kann, hat noch einen weiteren Vorteil: In den Nebenmonaten November bis März fallen viele Preise um oft ein Drittel. Infos: Weitere Informationen zu den einzelnen Pousadas sowie ihre genauen Adressen finden Sie auf der Website der portugiesischen Tourismusbehörde www.pousadas.pt 4.541 Zeichen |
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