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MONETS GARTEN

"Außer zum Gärtnern und zum Malen bin ich zu nichts zu gebrauchen." Ob Claude Monet nicht doch noch weitere Talente besaß, lässt sich 80 Jahre nach seinem Tod nicht mehr beurteilen. Wer aber heute durch seinen Garten in Giverny streift, fühlt sich wie im Museum eines in Blumen vernarrten Künstlers, der dort seine zwei Lebensaufgaben perfekt zusammenführte.

Denn nahe Paris schuf der große französische Impressionist einen paradiesischen Garten, in dem er sich auch zu seinen bis heute viel bewunderten Seerosen-Bildern inspirieren ließ. Der mit ihm eng befreundete französische Premierminister Georges Clémenceau schrieb schwärmend: "Der Garten Monets muss zu seinen Werken gezählt werden, da er den Zauber einer Anpassung der Natur an die Arbeit des Lichtmalers verwirklichte."

Die Zeit der Impressionisten
Monet kommt im April des Jahres 1883 nach Giverny, einem kleinen Ort 75 Kilometer westlich von Paris, am rechten Seine-Ufer. Zusammen mit seinen zwei Kindern, seiner Freundin Alice Hoschedé und deren sechs Kindern bezieht er Haus und Garten. Kaum angekommen teilt er mit: "Ich bin entzückt. Giverny ist eine wundervolle Heimat für mich.“ Dies soll sich für die nächsten 43 Jahre auch nicht mehr ändern. Für ihn wird die Gegend zum Lebens- und Arbeitsmittelpunkt, der Garten zu seiner zweiten großen Leidenschaft.

Schon damals zählt Monet zur Gruppe der „Impressionisten“. Um das Jahr 1860 hatte er in Paris die Maler Edouard Manet, Camille Pissarro, Pierre-Auguste Renoir und Alfred Sisley kennen gelernt, die mit ihm den Kern der späteren Künstlergruppe bilden. Monets Bild „Impression, Sonnenaufgang“ wird 1874 zum unfreiwilligen Namensgeber dieser Kunstrichtung, die anfangs von der Kritik für ihre angebliche Unfertigkeit belächelt und verrissen wird. Monet malt schon damals viel im Freien. Immer stärker treten dabei in seinen Arbeiten die Figuren in den Hintergrund. Ihm geht es darum, vor allem Stimmungen wiederzugeben.

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     © Dominik Ruisinger