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BERLIN GEHT BADEN Berlin ist eine Badestadt. Und nicht nur wegen Conny Froboess Klassiker. Bei den ersten warmen Sonnenstrahlen zieht es jedes Jahr die Badefans ins kühle Nass – ob in Freibädern, Strandbädern oder direkt an den mehr als 3000 Seen in und um Berlin. "Pack die Badehose ein, nimm' dein kleines Schwesterlein und dann nichts wie raus zum Wannsee", schallte die Stimme von Conny Froboess 1950 durch Berlin. An der Aktualität des Gassenhauers hat sich bis heute nichts geändert. Jedes Jahr von neuem zieht es viele Berliner bei den ersten warmen Sonnenstrahlen hinaus ins kühle Nass. Und ob flach, ob tief, ob See ob Bad, ob Ost, ob West - Berlin bietet Wasser im Überfluss. Gerade die Strandbäder an den mehr als 3000 Naturseen in und um Berlin herum sind bei Badefans angesagt. Lido von Berlin Es war im Mai 1907, als der Startschuss zu Europas größtem Binnenseebad fiel. In den 30er Jahren strömten 1,5 Millionen Gäste herbei. An der Beliebtheit hat sich wenig geändert. Jeden Sommer verwandelt sich der längste Strand Berlins in ein Badespektakel für die ganze Familie. Wasserrutschen, Sprungtürme, Bootsverleih, Volley- und Fußballplätze. Trotz der Tradition und ungebrochenen Beliebtheit sind die Sorgen groß. Unübersehbar nagen die Jahre an der einstigen Schönheit. Und Renovierungen sind bei Berlins desastruöser Finanzlage Fehlanzeige. Die Badewanne der Stadt Apropos Wasserqualität: Je weiter der Ausflügler ins nördliche Umland fährt, desto klarer ist das Wasser. Kaum ein Strandbad liegt so verkehrsgünstig wie in Wandlitz (Regionalbahn bis Bhf. Wandlitzbad). In den 30er Jahren ein blühender Kurort, baute sich die SED Anfang der 60er Jahre eine Datschen-Siedlung direkt am nierenförmigen See. Am Badeingang fällt die gepflegte Liegewiese auf. Bäume spenden Schatten. Bei der günstigen Lage kann es im Sommer voll werden. Doch nur einen Spaziergang entfernt warten auch schon Stolzenhagener und Liepnitzsee auf Sonnenhungrige. Bad mit Erlebnischarakter An der Bar heißt es Schlange stehen. Über den Tresen wandern Weingummi, Eis, Currywürste mit Pommes und ähnliche Berliner Feinschmeckerwaren. Ein Lautsprecher quäkt: "Der kleine Stefan sucht seine Mutti." Leute winken, rennen, schlendern. Halbnackte Menschen stapfen durch Fußwaschbecken. Rund um das Sportbecken lagern Möchte-Gern-Olympioniken, auf den Steinfußböden Großfamilien, ansonsten herrscht ein Gedränge wie im Schlussverkauf. Das Prinzenbad ist ein Lebensort – für den Moment, für den Tag, zum baden, Freunde zu treffen, Bier zu trinken, seine eigenen Lebenskrisen zu beklagen. Ein Erlebnis, das später in den nahen Bars und Restaurants seine Fortsetzung findet - wenn das Bad seine Pforten schließt und der Abend langsam beginnt. Weitere Adressen
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