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PER CABRIO DURCH DIE U-BAHN Rund 40 Prozent der Berliner Bauwerke liegen unter der Erde. Seit Anfang der 90er Jahre lässt sich ein Teil dieser Unterwelt erkunden. Eine unterirdische Tour (Stand 2000) Wer in die Tiefen des Berliner Untergrundes hinabsteigt, dem öffnet sich eine noch größtenteils unbekannte Welt: 400 Bunker als Manifeste der Vergangenheit, 123 Kilometer U-Bahn-Strecke, Gewölbe, Fluchttunnel und Versorgungsschächte. Noch bis Ende des Zweiten Weltkrieges wurden auch Briefe über ein unterirdisches Rohrpostnetz in gut einem Meter Tiefe quer durch die Stadt verschickt, die innerhalb einer Stunde den Empfänger erreichten. Heute gibt es zahlreiche Möglichkeiten, sich selbst ein Bild von diesem weitverzweigten Reich unter dem Pflaster der deutschen Hauptstadt zu machen. Rund 40 Prozent der Berliner Bauwerke liegen unter der Erde. Zum Teil wurden sie schon vor der Jahrhundertwende errichtet. Seit Anfang der 90er Jahre hat der Verein 'Berliner Unterwelten' mehr als 10.000 Quadratmeter Untergrund erkundet und vermessen. Neben Forschung und Dokumentation zielt der Verein darauf, die Bauwerke als Denkmäler zu schützen und in der Bevölkerung ein Bewusstsein für diese andere Seite der Stadt zu schaffen. So veranstaltet der Verein für die Öffentlichkeit historische Führungen durch blinde Tunnel und Kanalisationsschächte oder Besichtigungstouren durch die Katakomben unter dem russischen Ehrenmal oder durch das Gewölbe unter dem Kreuzberg. Auch Besuche in Bunkern wie etwa unter dem Blochplatz oder an der Pallasstraße und Kunstausstellungen in den Luftschutzräumen am Gesundbrunnen stehen auf dem Programm. Die Zeitreise durch die Stadt unter der Stadt gewährt zudem Einblick in alte Brauereikeller und Wasserspeicher, deren einzigartige Atmosphäre Künstler, Theatermacher und Musiker für Ausstellungen, Licht- und Toninstallationen, Performances wie Partys für sich entdeckt haben. Begehrte Untergrundtouren Eine weitere Untergrundtour veranstaltet das Kultur Büro Berlin im Rahmen ihrer 'Stadtverführungen'. Ihre Tour 'Die Bahnhöfe der U-Bahnlinie 8' vermittelt entlang der Strecke der toten Gleise und Bunker auch einen Eindruck von der aufwendigen keramischen Wandgestaltung aus den 20er Jahren. Weitere Informationen:
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